Der Maibaum im Eggetal erhält einen neuen Stamm - doch der Alte hat noch nicht ausgedient! Ingemar und Volker Maibaum schaelen 2015

In einer gemeinschaftlichen Aktion haben Feuerwehr und Heimatverein einen neuen Stamm für den Maibaum aus dem Wald des Wiehengebirges geholt. Nachdem die ca. 80 Jahre alte Fichte geschlagen war, wurde der 23 Meter lange Stamm zum Feuerwehr-Gerätehaus transportiert.  Dort wurde dann am vergangenen Wochenende nach altem Handwerk mit Zugmesser und Schäleisen die Rinde entfernt. 


 Fachmännisch entrinden Ingemar Heibrock (links) und Volker Brinkmeier (rechts) den Fichtenstamm.


Das abschälen geschieht entweder durch Stoßen des Schäleisens oder indem man das  Zugmesser entlang der Wuchsrichtung des Baumes zu sich hin zieht, so dass die Rinde in langen Streifen abgeht. "Dies dient einerseits zur besseren Trocknung des Holzes und zum anderen sieht der Baum so später auch besser aus" erklärt Volker Brinkmeier vom Heimatverein. Als nächstes muss der Stamm im unteren Bereich noch eine durchgängige Querbohrung erhalten. "Diese ist notwendig, damit wir den Stamm später in der Halterung arretieren können um ihn dann mit dem Kranwagen hoch zu ziehen" schildert Ingemar Heibrock von der Feuerwehr. Kurz bevor der Maibaum dann Ende April aufgestellt wird und die Figuren angeschraubt werden, erhält der Stamm noch einen Anstrich.  "Der alte Stamm hat aber noch nicht vollständig ausgedient" verrät Frank Bekemeier, Vorsitzender des Heimatvereins.  "Er wird noch eine letzte Aufgabe erfüllen müssen" so der Eggetaler weiter. Wie der alte Stamm noch einmal zum Einsatz kommt können interessierte Besucher am 1. Mai auf dem traditionellen Maibaumfest dann selbst erleben.

Gruppenfoto Maibaum schaelen 2015


(von links) Thomas Müller, Frank Bekemeier, Ingemar Heibrock, Volker Brinkmeier, Florian Gerber, Torben Dittmann und Sven Klussmann  sind dem Stamm mit Schäleisen und Zugmessern und Spargelschäler auf die Pelle gerückt.

Fotos: Matthias Wessel