• Die Gemeinde
    BÖRNINGHAUSEN - BÜSCHERHEIDE - EININGHAUSEN
    Unser Zuhause ist das Eggetal.
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Du lebst wo Du Dich wohlfühlst.

Das Eggetal gehört zur Stadt Preußisch Oldendorf - eine Stadt mit Geschichte, eingebettet in der grünen Idylle des Wiehengebirges. Gelegen zwischen den alten Bischofsstädten Osnabrück und Minden im Norden Westfalens. Die landschaftlich reizvollen Orte und die Menschen machen das Eggetal so lebenswert. Ein breitgefächertes Vereinsleben belebt das gesellschaftliche Miteinander und fördert das Heimatbewusstsein der "Eggetaler".

Die Gemeinde

Eggetaler machen sich Sorgen um weitere öffentliche Gebäude / Vereine suchen nach Lösungen.

Die Eggetaler sind in großer Sorge. Nicht nur die Schließung der Grundschule betrübt sie, sondern auch die Frage, was mit weiteren öffentlichen Gebäuden wie der Sporthalle, der Feuerwache, der Kirche und dem Haus der Begegnung passieren könnte.

Um mögliche Vorgehensweisen zu besprechen, lud die Dorfgemeinschaft "Wir im Eggetal" am Dienstagabend Vereine und Institutionen in das Haus der Begegnung. "Wir stehen vor einem großen Umbruch", sagte Sven Becker, 2. Vorsitzender des Vereins "Wir im Eggetal". Die Aufgabe des Schulstandorts sei unabwendbar, aber "welche Konsequenzen sind für weitere öffentliche Gebäude zu befürchten?"

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Von Schließung bedroht?
Bei der Grundschule (unten rechts) ist ein Ende absehbar. Was allerdings mit der angrenzenden Turnhalle passiert, ist unklar. Die Eggetaler sorgen sich auch um die St.-Ulricus-Kirche (im Uhrzeigersinn) mit dem Gemeindehaus, die Feuerwache und das Haus der Begegnung.
Fotos: Ingrun Waschneck

Noch seien sie kostenfrei zu nutzen, die Grünanlagen würden vom Bauhof gepflegt, und auch die Instandhaltung sei gewährleistet. Aber wie lange noch? Im Fall einer Übernahme der Gebäude durch die einzelnen Vereine - wie von der Stadt in einem Gespräch schon angedeutet wurde - müssten die laufenden Kosten, die sich teilweise im fünfstelligen Bereich bewegen, aufgebracht werden.

"Die Betriebskosten für die Sporthalle liegen bei rund 12.500 Euro im Jahr, ohne Reinigung", sagte SV-Eggetal-Vorsitzender Frank Wübker. "Dafür müssten die Vereinsbeiträge erhöht werden, was den Austritt einiger Mitglieder zur Folge haben könnte. Aber wenn uns die Sporthalle abhanden kommt, was machen wir dann?"

Eine mögliche Idee sei es, eine "Eggetaler Immobiliengruppe" mit Vereinsvertretern und fachkundigen Bürgern zu bilden, regte Becker an. Die Gruppe könnte über die zukünftige Nutzung beraten und mit der Stadt Konditionen aushandeln.

Eine weitere Idee sei die Gründung einer Gesellschaft, die für die Immobilien zuständig sei und sie professionell verwalte. "In welcher Gesellschaftsform, beispielsweise als Genossenschaft, ist offen", erklärte Becker. Das alles seien nur Gedankenanstöße, die zeitnah von den betroffenen Vereinen diskutiert werden sollten, damit ein trägfähiges Konzept entstehen könne, betonte der zweite Vorsitzende.

Zu den Sorgenkindern gehört auch das Haus der Begegnung. "Hier haben wir viel Eigenleistung erbracht, der Heimatverein kann das Haus aber nicht allein übernehmen", sagte der 1. Vorsitzende Frank Bekemeier. "Wir suchen nach Wegen, wie wir die Dinge selbst auf den Weg bringen können", resümierte Jürgen Nenneker, Geschäftsführer von "Wir im Eggetal". 


 Gestern Abend: 15 Mandatsträger lehnten Antrag ab

Emotionen kochten hoch: Knapp 200 Eggetaler samt Nachwuchs machten gestern Abend ihrem Ärger bei der Ratssitzung in der Aula des Schulzentrums Luft. Begleitet von Zwischenrufen und nach einer Sitzungsunterbrechung hat der Rat den Antrag von Mike Schwarz abgelehnt, die Grundschule Börninghausen für das Schuljahr 2015/16 zu erhalten.

15 Ratsmitglieder stimmten für eine Schließung wie von der Verwaltung vorgeschlagen schon zum Sommer, sechs Mitglieder stimmten dagegen und drei Mandatsträger (aus dem Eggetal) enthielten sich. Mike Schwarz hatte zuvor 1.170 gesammelte Unterschriften für einen Aufschub der Schließung um ein Jahr an Bürgermeister Marko Steiner übergeben.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, betonten viele Ratsmitglieder. Herbert Weingärtner (CDU) bezeichnete es als die "bitterste Entscheidung, die wir zu treffen haben". Doch der Standort Börninghausen sei einfach nicht zu halten. Die CDU-Fraktion lehnte den Antrag ab. Auch der Großteil der SPD-Fraktion folgte dem Beschlussvorschlag. Jan Hendrik Maschke (SPD): "Die Zahlen sprechen leider eine deutliche Sprache".

Hannelore Lösche und Martin Schiegnitz (Grüne) hatten dafür plädiert, den Eltern noch ein Jahr Zeit zu geben, um nach freien Trägern zu suchen.

Schwarz sagte nach der Sitzung, die Eltern würden nicht aufgeben, für eine Schule im Ort zu kämpfen. Sie wollen sich an Ministerium und Petitionsausschuss des Landtags wenden. Man strebe weiter an, ab 2016 das Gebäude für eine Schule in freier Trägerschaft nutzen zu können.

Über eine endgültige Schulschließung entscheidet die Bezirksregierung Detmold.

 

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Erhalt der Schule Börninghausen für weiteres Jahr ist morgen Thema / Eltern übergeben Unterschriften.

Ein erster Schritt in Richtung baldiger Schulschließung in Börninghausen wird morgen vielleicht schon getan, vielleicht können Eltern aber auch noch einmal aufatmen. In der Ratssitzung in der Aula des Schulzentrums Pr. Oldendorf (Beginn: 17.30 Uhr) wird über einen Antrag beraten, die Grundschule noch für ein weiteres Jahr zu erhalten.

Nachdem Vertreter aus Rat und Verwaltung vor etwa zwei Wochen Eltern informiert hatten, dass es Pläne gibt, die Schule schon zum Sommer zu schließen, hatte Mike Schwarz einen Antrag eingereicht (die NW berichtete). Er bat um Aufschub der Schließung um ein Jahr, damit Zeit bliebe, nach freien Trägern oder anderen Lösungen für die Schule zu suchen.
 

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Schließung schon im Sommer?

Mit einer Aufgabe des Schulgebäudes würden Betriebskosten von 50.000 Euro entfallen, heißt es. Foto: Meyer 

Laut Schwarz sei man bereits mit freien Trägern im Gespräch, so etwa mit dem CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands), das bundesweit 50 Christopherusschulen betreibt. Auch mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die schon ein Familienzentrum samt Kindertagesstätte in Börninghausen betreibt, gab es Kontakt. Ebenso wie mit dem Forscherhaus (Träger einer Schule im Kreis Herford) oder den Kneipp-Schulen. Bei der Ratssitzung morgen will Mike Schwarz auch die Listen mit den Unterschriften übergeben, die er mit seinen Mitstreitern gesammelt hat. "Ich hoffe, dass es an die 1.000 werden", sagt er.

Mit Blick auf die Schülerzahlen sieht es für Börninghausen düster aus: Für das Schuljahr 2015/16 könnte mit 17 Schülern noch eine Eingangsklasse gebildet werden, 2016/17 wären es allerdings nur noch 8, im darauf folgenden Jahr 12 und erst im Schuljahr 2020/21 dann wieder 17 Schüler. Eine Klassenbildung sei ab 2016/17 nicht mehr möglich, so die Verwaltung. Die Aufgabe des Schulstandortes sei damit unabwendbar. Eine jahrgangsübergreifende Beschulung werde von der Bezirksregierung nicht genehmigt.

 

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Der Grundschule in Börninghausen droht das Aus.

Nur wenige Wochen, nachdem sie ihre Kinder in Börninghausen angemeldet hatten, bekamen die Eltern der angehenden i-Männchen jetzt die überraschende Nachricht, dass es wohl doch nichts wird mit ihrem Wunsch-Schulort.

Am Mittwoch, dem 04.03.2015 um 17:30 Uhr findet eine ÖFFENTLICHE RATSSITZUNG in der Aula der Sekundarschule statt, in der unter Anderem über die ZUKUNFT der Grundschule Börninghausen abgestimmt wird!

Es wäre schön, wenn möglichst viele Börninghauser dabei wären, um zu zeigen, dass uns der Erhalt der Schule wichtig ist!

Mike Schwarz & Antje Arndt

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Antrag auf Erhalt der Schule Börninghausen für Schuljahr 2015/16 eingereicht.

Die Börninghauser kämpfen um ihre Schule: Rund 100 Bürger kamen am Mittwochabend zur internen Infoveranstaltung für die Eltern der zukünftigen Erstklässler in Börninghausen. Bürgermeister Marko Steiner berichtete ihnen, wie auch den Eltern der Erst- und Zweitklässler vergangene Woche, dass überlegt wird, die Grundschule schon zum Sommer zu schließen.

Dass ein Ende der Schule naht, ist für viele klar, doch die Eltern fordern mehr Zeit. Mike Schwarz, Vater eines Viertklässlers, hat jetzt einen Antrag an Bürgermeister Marko Steiner gestellt, die Schule noch für das Schuljahr 2015/2016 zu erhalten. Die Dorfgemeinschaft bräuchte mehr Zeit, sich nach anderen Lösungen für den Erhalt der Schule einzusetzen, heißt es im Antrag. Für das folgende Schuljahr würden mit 18 Kindern auch noch genügend Anmeldungen für eine Eingangsklasse vorliegen.

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Unterschriften für die Schule:
Eltern kommender i-Männchen und Bürger trafen sich zur zweiten Versammlung in der Grundschule.
Viele unterschrieben die Liste, die Mike Schwarz (4. v. r.) für das Fortbestehen der Einrichtung im Eggetal initiiert hat.
Foto: Ingrun Waschneck

 

Den ersten Kontakt mit freien Trägern habe man bereits aufgenommen, sagte Mike Schwarz gegenüber der NW. "Wir haben uns umgehört, wie andere das Problem gelöst haben", berichtete er. Jetzt ginge es erst einmal darum, eine Stimmungsabfrage in der Bevölkerung zu machen, um zu ermitteln, inwieweit die Bürger bereit seien, sich für ihre Schule einzubringen und wie viel Schulgeld Eltern bereit seien zu zahlen.

Auch ließe sich mit einem Jahr mehr Zeit mit Bürgern, Vereinen und in Zusammenarbeit mit der Stadt "eine tragfähige Lösung für das Schulgebäude und die Turnhalle erarbeiten, ohne dass diese abgerissen oder zweckentfremdet genutzt werden müssen", schreibt Schwarz in seinem Antrag. Denkbar wären etwa auch eine Nutzung als Multifunktionsgebäude für Dorfveranstaltungen, als Treffpunkt für Jung und Alt, als Gemeindebüro oder für die Erweiterung der Sportangebote, heißt es weiter. All diese Überlegungen benötigten allerdings mehr Zeit. Frühestens in seiner nächsten Sitzung im März könnte der Stadtrat den Antrag beraten.

Bürgermeister Marko Steiner begründete die Überlegungen, die Schule schon in diesem Sommer zu schließen, wie bereits berichtet, mit den Einsparmöglichkeiten und den fehlenden Schülerzahlen. Rund 40.000 Euro könnten bei einer Schließung pro Jahr gespart werden, hieß es.


 

Aktion

Mike Schwarz hat auch eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Schule für das kommende Schuljahr 2015/2016 gestartet. Die Listen liegen bei der Volksbank, bei Getränke Schnittker und dem Lebensmittelhändler Weber aus. 100 Unterschriften wurden bisher gesammelt. Nächste Woche sollen sie übergeben werden.

 

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