Sitzung des Betriebsausschusses der Stadtwerke Preußisch Oldendorf.

Die Sicherungsmaßnahmen am Brunnen 1 in Börninghausen sind abgeschlossen. Die entnommenen Proben seien, was die Trinkwasserqualität angeht, alle „im grünen Bereich“ gewesen, teilte Maren Heidenreich (stellvertretende Betriebsleiterin der Stadtwerke) den Mitgliedern des Betriebsausschusses mit. Zum Teil gebe es zwar noch leichte Eintrübungen, aber „das Problem bekommen wir in den Griff“. Der Endausbau des Brunnens könne nun beginnen. Der Kreis Minden-Lübbecke habe mündlich bereits zugesichert, dass das Wasserrecht Bestand haben werde.
Allerdings werde die Stadt wohl keine Regressansprüche gegen ein ehemaliges Brunnenbau-Unternehmen geltend machen können, teilte Heidenreich auf Anfrage von Carsten Scholz (SPD) mit. Ein mit der Beweissicherung beauftragtes Büro habe da wenig Hoffnungen gemacht. Uwe Ramsberg (SPD) wollte von der Verwaltung wissen, ob nach erfolgreichem Brunnenausbau damit zu rechnen sei, dass die Stadt hier ein Wasserschutzgebiet ausweisen müsse. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Kreis uns dazu auffordern wird“, sagte Maren Heidenreich. Für die Stadtkasse würde das neue Kosten für die Erstellung eines aufwändigen Gutachtens bedeuten. Auch für die Hausbesitzer in Börninghausen könnte es teuer werden: „Wenn ein Wasserschutzgebiet festgesetzt wird, heißt das zum Beispiel auch Dichtheitsprüfung in Börninghausen.“
Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Betriebsausschusssitzung war die Neufassung der Wasserversorgungssatzung der Stadt Preußisch Oldendorf, die durch eine Änderung des Landeswassergesetzes nötig wurde. „Gebührenanpassungen resultieren daraus nicht“, erklärte die Verwaltung. Die Neufassung wurde einstimmig angenommen.

 

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Der Brunnen 1 in Börninghausen.                                                                                                   Foto: Cornelia Müller