Sparkasse Minden-Lübbecke unterstützt Limbergverein mit 4.000 Euro / Angebot für Dachziegelspende.

Es ist das Sorgenkind der Burgruine Limberg: Immer wieder traten in den vergangenen Jahren Schäden am rund 30 Jahre alten Dach des Turms auf. Allein in den vergangenen drei Jahren mussten Schäden an der sogenannten Kemparolbeschichtung, bei denen erhebliche Wassermengen ins Turminnere eindrangen, aufwendig repariert werden. Das kostete mehr als 5.000 Euro. Dabei wurde auch die defekte Lichtkuppel ersetzt.

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Vor dem Wahrzeichen:
Jost Egen (3.v.l.) nimmt den Scheck von Sparkassendirektor Georg Droste entgegen,
hinten Bernd Rust (Geschäftsstellenleiter, v.l.), Christian Streich und Joachim Carls (Vorstand). Foto: spieker

Für eine Komplettsanierung des Dachs mit zunächst veranschlagten 8.000 Euro fehlte dem Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Limberg bisher das Geld - bis die Sparkasse Minden-Lübbecke dem Verein ein großzügiges Geschenk machte.

Anfang Dezember sagte die Sparkasse dem Vereinsvorsitzenden und Bürgermeister a. D., Jost Egen, zu, die Dachsanierung finanziell zu unterstützen - mit einer Spende von 4.000 Euro. Aufgrund des Zeitungsberichts in der NW über die Mitgliederversammlung des Vereins, bei der die Sorgen im Bezug auf das Turmdach Thema waren, wurde die Sparkasse auf die Not des Vereins aufmerksam.

Zusammen mit Vereinsgeschäftsführer Christian Streich nahm Jost Egen jetzt den Scheck von Sparkassendirektor Georg Droste und Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Bernd Rust auf dem Limberg entgegen.

Es sei wichtig, so Georg Droste, dass das Wahrzeichen erhalten bleibe, schließlich sei die Burgruine - früher Verwaltungsmittelpunkt - ein Aushängeschild für die Region.

Spätestens 2016 soll mit der Dachsanierung begonnen werden, sagt Vereinsgeschäftsführer Christian Streich. Erfreulich sei auch, so Streich, dass sich die Firma Meyer-Holsen-Keramik aus Hüllhorst zwischenzeitlich in einem Gespräch mit Vereinsmitgliedern bereiterklärt hat, den Limbergverein mit einer Spende von Dachziegeln zu unterstützen. "Wir sind natürlich auch für dieses Angebot sehr dankbar", so Streich.

Da die jetzige Bauform des Turms ein Flachdach und kein - wie im 16. Jahrhundert übrigens schon einmal vorhandenes - Walmdach vorsieht, wäre bei Verwendung der Dachziegel dann die Errichtung eines Dachstuhls notwendig. Nach ersten Schätzungen würde eine derartige Dachkonstruktion inklusive Dachrinnen aber rund 33.000 Euro kosten, erklärt Jost Egen. Dazu bedürfe es einer weiteren Planung mit veränderter Dachform und ebenso einer weiteren Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege in Münster. Beide Alternativen, so Egen, würden in nächster Zeit geprüft, damit im kommenden Jahr begonnen werden kann.

Der Limbergverein würde sich daher über weitere Spenden freuen, jeder Betrag sei willkommen.
Interessierte, die die Dachsanierung unterstützen möchten, wenden sich an
Vereinsgeschäftsführer Christian Streich, Tel. (0 57 42) 70 37 95 oder per E-Mail: c.streich@ preussischoldendorf.de