Limberg-Wissenschaftler beenden Untersuchung.

Drei Tage lang haben Wissenschaftler der RuhrUniversität Bochum Untersuchungen an der Schwedenschanze am Limberg vorgenommen (wir berichteten). Per Bodenradar hat das Team um Geophysikerin Elisaveta Sokolkova tiefere Erdschichten analysiert, um Hinweisen auf eine mögliche Burg aus dem 14. Jahrhundert nachzugehen. Gestern bestätigte der GeoTechniker Frank Bettenstedt gegenüber dieser Zeitung, dass die Geräte tatsächlich etwas entdeckt haben: »Wir sind auf eine ungewöhnliche Struktur gestoßen, die mehrere Meter lang ist. «Die rätselhafte Struktur liegt wenige Meter unterhalb einer Wiese, die unmittelbar an Waldrand und Schwedenschanze grenzt. Um was es sich dabei handelt und aus welchem Material die Struktur ist, konnte das Forscherteam am Donnerstag noch nicht sagen. Aufschluss könnten weitere Analysen im geophysikalischen Institut in Bochum geben, hieß es. Nach Auskunft von Elisaveta Sokolkova und der wissenschaftlichen Instituts-Mitarbeiterin Marieke Rempe, die sich für die große Unterstützung vor Ort bedankten, sei erst in einigen Wochen mit belastbaren Ergebnissen zu rechnen. Die Bedeutung der Schwedenschanze gehört zu den letzten ungelösten Fragen in der Geschichte des Limbergs. Der Limberg-Verein hatte die wissenschaftliche Erforschung schon vor einigen Jahren angeregt, um verlässlich zu klären, ob die Schanze einer Belagerung diente oder ob sie der Standort einer Burg war. Als gesichert gilt bislang nur, dass die Schwedenschanze nichts mit Skandinaviern zu tun hatte.

limberg forscher 2016

Elisaveta Solkolkova, Frank Bettenstedt und Marieke Rempe stehen auf einer Wiese an der Schwedenschanze. Genau an dieser Stelle ist das Bodenradar auf eine rätselhafte Struktur unter der Erde gestoßen. Foto: Kai Wessel