Erhalt der Schule Börninghausen für weiteres Jahr ist morgen Thema / Eltern übergeben Unterschriften.

Ein erster Schritt in Richtung baldiger Schulschließung in Börninghausen wird morgen vielleicht schon getan, vielleicht können Eltern aber auch noch einmal aufatmen. In der Ratssitzung in der Aula des Schulzentrums Pr. Oldendorf (Beginn: 17.30 Uhr) wird über einen Antrag beraten, die Grundschule noch für ein weiteres Jahr zu erhalten.

Nachdem Vertreter aus Rat und Verwaltung vor etwa zwei Wochen Eltern informiert hatten, dass es Pläne gibt, die Schule schon zum Sommer zu schließen, hatte Mike Schwarz einen Antrag eingereicht (die NW berichtete). Er bat um Aufschub der Schließung um ein Jahr, damit Zeit bliebe, nach freien Trägern oder anderen Lösungen für die Schule zu suchen.
 

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Schließung schon im Sommer?

Mit einer Aufgabe des Schulgebäudes würden Betriebskosten von 50.000 Euro entfallen, heißt es. Foto: Meyer 

Laut Schwarz sei man bereits mit freien Trägern im Gespräch, so etwa mit dem CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands), das bundesweit 50 Christopherusschulen betreibt. Auch mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die schon ein Familienzentrum samt Kindertagesstätte in Börninghausen betreibt, gab es Kontakt. Ebenso wie mit dem Forscherhaus (Träger einer Schule im Kreis Herford) oder den Kneipp-Schulen. Bei der Ratssitzung morgen will Mike Schwarz auch die Listen mit den Unterschriften übergeben, die er mit seinen Mitstreitern gesammelt hat. "Ich hoffe, dass es an die 1.000 werden", sagt er.

Mit Blick auf die Schülerzahlen sieht es für Börninghausen düster aus: Für das Schuljahr 2015/16 könnte mit 17 Schülern noch eine Eingangsklasse gebildet werden, 2016/17 wären es allerdings nur noch 8, im darauf folgenden Jahr 12 und erst im Schuljahr 2020/21 dann wieder 17 Schüler. Eine Klassenbildung sei ab 2016/17 nicht mehr möglich, so die Verwaltung. Die Aufgabe des Schulstandortes sei damit unabwendbar. Eine jahrgangsübergreifende Beschulung werde von der Bezirksregierung nicht genehmigt.