Antrag auf Erhalt der Schule Börninghausen für Schuljahr 2015/16 eingereicht.

Die Börninghauser kämpfen um ihre Schule: Rund 100 Bürger kamen am Mittwochabend zur internen Infoveranstaltung für die Eltern der zukünftigen Erstklässler in Börninghausen. Bürgermeister Marko Steiner berichtete ihnen, wie auch den Eltern der Erst- und Zweitklässler vergangene Woche, dass überlegt wird, die Grundschule schon zum Sommer zu schließen.

Dass ein Ende der Schule naht, ist für viele klar, doch die Eltern fordern mehr Zeit. Mike Schwarz, Vater eines Viertklässlers, hat jetzt einen Antrag an Bürgermeister Marko Steiner gestellt, die Schule noch für das Schuljahr 2015/2016 zu erhalten. Die Dorfgemeinschaft bräuchte mehr Zeit, sich nach anderen Lösungen für den Erhalt der Schule einzusetzen, heißt es im Antrag. Für das folgende Schuljahr würden mit 18 Kindern auch noch genügend Anmeldungen für eine Eingangsklasse vorliegen.

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Unterschriften für die Schule:
Eltern kommender i-Männchen und Bürger trafen sich zur zweiten Versammlung in der Grundschule.
Viele unterschrieben die Liste, die Mike Schwarz (4. v. r.) für das Fortbestehen der Einrichtung im Eggetal initiiert hat.
Foto: Ingrun Waschneck

 

Den ersten Kontakt mit freien Trägern habe man bereits aufgenommen, sagte Mike Schwarz gegenüber der NW. "Wir haben uns umgehört, wie andere das Problem gelöst haben", berichtete er. Jetzt ginge es erst einmal darum, eine Stimmungsabfrage in der Bevölkerung zu machen, um zu ermitteln, inwieweit die Bürger bereit seien, sich für ihre Schule einzubringen und wie viel Schulgeld Eltern bereit seien zu zahlen.

Auch ließe sich mit einem Jahr mehr Zeit mit Bürgern, Vereinen und in Zusammenarbeit mit der Stadt "eine tragfähige Lösung für das Schulgebäude und die Turnhalle erarbeiten, ohne dass diese abgerissen oder zweckentfremdet genutzt werden müssen", schreibt Schwarz in seinem Antrag. Denkbar wären etwa auch eine Nutzung als Multifunktionsgebäude für Dorfveranstaltungen, als Treffpunkt für Jung und Alt, als Gemeindebüro oder für die Erweiterung der Sportangebote, heißt es weiter. All diese Überlegungen benötigten allerdings mehr Zeit. Frühestens in seiner nächsten Sitzung im März könnte der Stadtrat den Antrag beraten.

Bürgermeister Marko Steiner begründete die Überlegungen, die Schule schon in diesem Sommer zu schließen, wie bereits berichtet, mit den Einsparmöglichkeiten und den fehlenden Schülerzahlen. Rund 40.000 Euro könnten bei einer Schließung pro Jahr gespart werden, hieß es.


 

Aktion

Mike Schwarz hat auch eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Schule für das kommende Schuljahr 2015/2016 gestartet. Die Listen liegen bei der Volksbank, bei Getränke Schnittker und dem Lebensmittelhändler Weber aus. 100 Unterschriften wurden bisher gesammelt. Nächste Woche sollen sie übergeben werden.