Das geht uns alle an! Kommt am Mittwoch, den 18.02. gegen 18 Uhr zur Grundschule Börninghausen.

Liebe Börninghauser,

Die Grundschule im Dorf ist ein wichtiger Ort! Nicht nur für unsere Kinder sondern für uns alle! So eine Dorfschule zeigt das das Dorf lebt. Sie geht einher mit Kindergarten, sozialem Treffpunkt, Erhalt des Ortes und Zuwanderung von jungen Familien.

Bitte zeigt gemeinsam mit anderen Börninghausern das uns diese Schule am Herzen liegt! Deshalb möchte ich Euch bitten am Mittwoch den 18.02.15 gegen 18Uhr an der Grundschule zu sein und dem Bürgermeister zu demonstrieren das wir UNSERE Schule noch ein weiteres Jahr erhalten möchten!

Das gibt uns Zeit gemeinsam nach Alternativen zur Dorfschule zu suchen, besser noch Wege zu finden die Schule auch über 2016 hinaus fortzuführen! Möglichkeiten gibt es genug! Lasst den Anfang machen und zuerst für ein weiteres Jahr kämpfen!

Ich freue mich auf viele Eggetaler.

Mike Schwarz

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Ein weiterer Leserbrief von Jürgen Nenneker

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Fühlen uns nicht mitgenommen !

Letztlich geht es uns alle an.

Schulen und Kindergärten gehören mit zu den wichtigsten Struktureinrichtungen an einem Ort. Anstatt solche Strukturen abzubauen, sollte alles getan werden, um bestehende Infrastrukturen zu erhalten und auszubauen. Für den Standort Börninghausen soll das in naher Zukunft nicht mehr gelten.

Denn was vor Jahren noch mit fehlenden Kinderzahlen begründet wurde, findet nun nur noch eine rein wirtschaftliche Betrachtung. Die Unterhaltungskosten der Gebäude der Grundschule incl. der Turnhalle kosten sicherlich viel Geld, aber diese Gelder will man seitens der Stadt nicht mehr bereitstellen. Eine Studie der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) gab diese Empfehlung, denn dann könnte man sehr schnell Geld sparen. Es geht also nicht mehr darum, ob ausreichend Kinder da sind – denn das wäre für 2015/2016 mit 20 Kindern auf jeden Fall der Fall – sondern es ist nur noch eine rein finanzielle Betrachtung durch die Stadt Pr. Oldendorf.

Die Schließung der Schule stellt daher eine Ausverkaufspolitik dar, die wieder einmal dem Ortsteil Börninghausen einen kräftigen Nackenschlag versetzen würde. Da gibt die Stadt Pr. Oldendorf im Jahre 2013/2014 Geld für ein Dorfinnenentwicklungskonzept aus, um nur wenige Monate später den Stöpsel zu ziehen und einen entscheidenden Erfolgsträger des Dorfes dicht zu machen. Denn Schulentwicklung ist auch ein Teil Dorfentwicklung und umgekehrt.

Damit aber kein großer Widerstand erzeugt wird, zog man vor, die betreffenden Eltern der derzeitigen Klassen 1 und 2 zu einem Informationsabend einzuladen, um sie über die zukünftige mögliche Entwicklung zu informieren. Geschehen am vergangenen Mittwoch. Außenstehende waren nicht erwünscht. Gleiches soll nun am Mittwoch, dem 18.02.2015 für die neue Eingangsklasse gelten. Auch hierzu sind wieder nur die Eltern der betroffenen Kinder geladen. Weitere Gäste sind auch diesmal unerwünscht. Transparenz für die Bürger des Dorfes sieht anders aus. Keiner der Vereine aus dem Tal bzw. nicht einmal die Dorfgemeinschaft wurde über diesen Schritt informiert. Man hatte wohl mit heftigster Gegenwehr gerechnet und suchte bzw. sucht deshalb den Weg des geringsten Widerstands.

So nicht.

Was aber spannend ist, ist auch die Frage inwieweit sich derzeit unsere heimischen Politiker aus dem Eggetal mit der Frage auseinandersetzen und nach möglichen Alternativen suchen. In vielen Wahlaussagen in 2014 war zu lesen, das sich die heimischen Vertreter bzw. Parteien für den Erhalt der Grundschule einsetzen wollen. Andere Gemeinden haben das auch gelöst und mit etwas mehr Engagement, gibt es sicherlich auch für Börninghausen Lösungen.

Die Politik und alle, die mit an dieser Entscheidung beteiligt sind, müssen es nur wollen. Bleibt die Hoffnung, dass die Politik sich Zeit lässt, um noch einmal in Ruhe darüber nachzudenken.

Jürgen Nenneker