Grundschule Börninghausen: Besorgte Eltern äußern Überlegungen in Richtung freie Trägerschaft.

gs 0215Die Eltern der Schulkinder aus Börninghausen wollen für den Erhalt ihrer Grundschule kämpfen. Bei einer Infoveranstaltung hatte Bürgermeister Marko Steiner bekannt gegeben, dass der Grundschule aus Spargründen und wegen zu geringer Schülerzahlen die Schließung droht (die NW berichtete).

Eine definitive Entscheidung gibt es aber noch nicht. Die wird in der Schulkonferenz, im Schulausschuss, im Stadtrat und bei der Bezirksregierung gefällt.

Pr. Oldendorfs Bürgermeister Marko Steiner wollte aber erst mit den direkt Betroffenen über das Thema sprechen, sagte er bei der Zusammenkunft mit den Eltern, bevor es in der Öffentlichkeit, im Ausschuss und Rat, diskutiert wird. "Das wird natürlich nicht hinter verschlossenen Türen gemacht", so Steiner. Man könne auch die Hände in den Schoß legen, aber dann würde der Sparkommissar von außen kommen und die Schule schließen, so der Bürgermeister. Er wünsche sich, dass das Land NRW eine solide Finanzierung hinbekomme mit besseren Aussichten für die Kommunen.

Innerhalb der kommenden drei Monate könne es eine definitive Entscheidung geben, was mit der Schule passiere, machten Schulleiterin Heidi Freudenstein und Bürgermeister Steiner deutlich.

"Man hat uns das Polster weggerissen. Wir dachten, wir hätten noch Zeit bis 2017 oder 2018", sagte ein Vater. In diesem Schuljahr konnte mit 18 Kindern eine Eingangsklasse gebildet werden. Das Dorf bemühe sich derzeit stark, nach vorn zu kommen, aber wenn in der Schule der Schlüssel umgedreht werde, mache das vieles wieder rückgängig, sagte ein anderer. Einigen Eltern fehlten Alternativen, die diskutiert werden könnten.

Viele Arbeiten in der Schule haben die Eltern bzw. der Förderverein der Schule selbst in der Vergangenheit übernommen. Auch gab es Überlegungen, ob man eine Schule in freier Trägerschaft gründen könnte. Vor einigen Jahren, als keine Eingangsklasse gebildet werden konnte, habe man verschlafen, schon über das Thema nachzudenken, sagte ein Elternteil.