Zweites Bergfest begeistert Zuschauer / Fünf Bands auf der Bühne.

"Die Organisation war super, Sven", rief eine begeisterte Besucherin beim nächtlichen Nachhausegehen Sven Becker vom Veranstaltungsteam zu. Und damit hatte sie mehr als Recht, denn das zweite Bergfest auf dem Limberg war mit rund 650 Gästen, die an dem schönen Augustabend gekommen waren, sehr gut besucht.
 
eggetal bergfest 2015 six effect

Gehören zu den Lokalmatadoren: Die Band "sixEffect" spielte Rockklassiker. Der Wechsel der fünf Bands klappte reibungslos, in einer Pause unterhielten zwei Feuerschlucker das Publikum. Fotos: Ingrun Waschneck

Fünf Rockbands, die für jeden Musikgeschmack etwas boten, standen fast sechs Stunden auf der großen Bühne auf dem idyllischen Platz neben dem Limbergturm. In allen Bands ist mindestens ein Musiker aus der Region rund ums Eggetal. "Als wir die Idee zum Rockfest hatten, haben wir uns bewusst dafür entschieden, Bands aus unserer Region zu fragen, ob sie mitmachen möchten", erklärte Sven Becker. Und diese Gruppen, die einfach Spaß haben, in ihrer Freizeit Musik zu machen, gibt es hier. Einige bestehen schon seit einigen Jahren, aber es gibt auch immer wieder neue junge Bands. Allen gemein ist der Spaß an ihrer Musik.

Auftakt machte die erst vor sechs Monaten gegründete Band "mySoulution". Die vier Studenten, die Rock, Pop und Funk mischten und dabei auch softe Songs wie "Lass uns gehen" von Revolverheld spielten, kamen besonders beim jungen Publikum an. "Wir freuen uns, dass wir hier heute spielen dürfen", bedankte sich die Band und zeigte unter anderem mit Van Halens "Jump", dass sie ihnen auch solche Stücke liegen.

"Remmidemmi-Rock mit Schmackes" servierte "Travolter". Sänger Jörn Hoffmeyer kommt aus Börninghausen und so hatte er es bis zur Bühne nicht allzu weit. Im Gepäck hatte die vierköpfige Gruppe selbst geschriebene Stücke mit deutschen Texten. Die Spaß-Musiker brauchten auch nicht lange, um das Publikum zum Tanzen zu bringen.

 

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Hatten Spaß: (v.l.) Marie-Christin, Alexa, Anna Lena und Yubiana gefiel die Band "mySolution" besonders gut.

 

Das schaffte auch die Band "SixEffect" - fast schon Lokalmatadore - problemlos mit ihrem partyerprobten Fetenrock, der voll nach vorne ging. Die Musiker um Sänger Hajo Schymanietz hatte schon beim ersten Bergfest vor zwei Jahren den Limberg gerockt. Boogaloo spielte deutlich sichtbaren tanzbaren Funk- und Jazz-Rock und begeisterte mit mit dem Sound von Trompete und Saxofonen in verschiedenen Größen.

Die Hardrockband "Teaser" ließ es zum Abschluss noch einmal so richtig krachen. Neben Songs aus ihrem aktuellen Album spielten sie Klassiker wie "Whole Lotta love" von Led Zeppelin.

"Bei der Mischung war für jeden was dabei", sagt Sven Becker. Der Limberg bietet einfach eine einmalige Atmosphäre für ein Open-Air-Festival. Das Wetter spielte perfekt mit. Auch viele regionale Sponsoren hätten das Festival unterstützt.

 

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Idealer Platz für Open-Air-Konzerte:Der große Platz am Limbergturm. Das Publikum hatte überall gute Sicht auf die Bühne.       


"Dass alles so gut geklappt hat, liegt sicher auch daran, dass wir mit professionellen Firmen und Institutionen zusammengearbeitet haben", betont Becker. Mit Wilhelm Deeke vom Forsthaus Limberg hätte ein erfahrener Gastronom zur Seite gestanden. Ein Technikteam, das unter anderem den Limbergturm mit grünen Strahlern perfekt in Szene gesetzt hatte, das Team des Deutschen Roten Kreuz, die Börninghauser Feuerwehr und auch ein Sicherheitsteam haben zum Gelingen des Abends beigetragen.

"Ein Festival in dieser Größte wäre aber ohne die zahlreichen Freiwilligen aus mehreren Vereinen nicht möglich gewesen. "Daran sieht man, dass wir im Eggetal eine funktionierende Gemeinschaft haben", lobte Becker. Shuttlefahrten auf den Limberg rundeten die problemlose Hin- und Rückfahrt für die Besucher ab.

Nach dem Erfolg ist eigentlich zu erwarten, dass es auch in zwei Jahren wieder ein Bergfest gibt. "Der Erfolg ist schon ein Ansporn dafür", sagt Sven Becker. Wenn sich wieder ein Team fände, das Lust zur Planung und Organisation habe, dazu noch viele freiwillige Helfer, stände dem nichts mehr im Wege.