Börninghausen: Bolzplatz entsteht.

Dass ein Bach ein neues Bett bekommt, ist nicht ganz alltäglich. Die Teiloffenlegung des Mühlenbachs in Börninghausen schreitet voran, nachdem die Fördergelder für die Maßnahme bewilligt wurden. Der Bach wird, wie berichtet, auf einer Länge von rund 215 Metern südlich des Sportplatzes an der Ravensberger Straße offen gelegt. Das südliche Nebengewässer wird ebenfalls teilweise offengelegt und mündet in das offene Gewässerbett des Mühlenbachs auf Höhe des Vereinsheims.

Der offene Bachlauf muss auf Höhe des östlich einmündenden Nebengewässers wieder in die bestehende Verrohrung zurückgeführt werden, da der östlich angrenzende Eigentümer einer Fortführung der Maßnahme auf seinem Grundstück nicht zugestimmt hat, wie die Verwaltung berichtet. Die Maßnahme beschränkt sich damit fast ausschließlich auf städtische Liegenschaften.

Als Auflage der wasserrechtlichen Genehmigung (Hochwasserschutz) wird im östlichen Bereich eine Flutmulde gebildet, deren Überlauf in einem Schachtbauwerk und Einlauf in die bestehende Verrohrung des Mühlenbaches mündet. Die fußläufige Querung aus Richtung der Eggetaler Straße werde durch die Kombination mit einer landwirtschaftlichen Gewässerüberfahrt westlich der Skater-Rampe gewährleistet, heißt es weiter.

sportplatz okt14Als Nebeneffekt entsteht angrenzend an den Sportplatz ein Bolzplatz bzw. eine Bewegungsfläche für den Verein. Denn der Bodenaushub wird aus Kostengründen nicht abgefahren und entsorgt, sondern im westlichen Sportplatzbereich auf einer Fläche von rund 20 mal 50 Metern abgelagert, modelliert und eingesät.

Mehr als 1.500 Kubikmeter Boden wurden bereits bewegt. Derzeit wird das massive Einlaufbauwerk zur bestehenden Verrohrung abgebrochen. Zeitgleich wird das Schacht- und Einlaufbauwerk der Flutmulde fertig gestellt. Alle Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein, heißt es.

Obwohl die Maßnahme innerhalb des Dorfinnenentwicklungskonzeptes diskutiert wurde, wird sie nicht aus Mitteln zur Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert, sondern auf Grundlage des Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else mit einer Förderung von rund 80 Prozent der Kosten.

Die gesamten Bau- und Nebenkosten belaufen sich auf rund 75.000 Euro. Durch die Offenlegung wird die Fließgeschwindigkeit gemindert und bei ansteigendem Gewässerpegel steht zusätzlicher Raum zur Verfügung.