Zum traditionellen „Politikertreffen“ im Eggetal sind nur wenige der eingeladenen Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger erschienen. Dennoch wurde intensiv mit der Dorfgemeinschaft diskutiert.

Einmal im Jahr lädt der Verein „Wir im Eggetal“ alle ortsansässigen Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger zu einem „Politikertreffen“ ein. Ziel ist der Austausch über die von der Dorfgemeinschaft durchgeführten Projekte und über die das Eggetal betreffenden politischen Entwicklungen und Entscheidungen.

„Enttäuschende Resonanz“

Von den eingeladenen sieben Ratsmitgliedern und neun sachkundigen Bürgern nahm jedoch nicht einmal die Hälfte diesen Termin wahr – aus Sicht des Vorstands der Dorfgemeinschaft eine sehr enttäuschende Resonanz. „Beim Treffen der Vereine vor drei Wochen war das ganz anders,“ sagte Geschäftsführer Jürgen Nenneker.

Dennoch wurde intensiv diskutiert und vor allem die Wichtigkeit der Umsetzung der Dorfinnenentwicklungskonzept-Maßnahme (DIEK) „Umgestaltung des Geländes am Haus der Begegnung“ betont.

Haus der Begegnung

„Das Haus der Begegnung rückt immer mehr ins Zentrum. Es ist deshalb wichtig, dass mit einem barrierefreien Zugang und angemessenen Parkplätzen jetzt auch die notwendigen Bedingungen für eine optimale Nutzung geschaffen werden,“ sagte Nenneker.

Am Haus der Begegnung befindet sich mittlerweile der einzige öffentliche Spielplatz im Eggetal. Außerdem denkt der Heimatverein darüber nach, den Maibaum an der Schule abzubauen und ihn am Haus der Begegnung aufzustellen.

Boule-Anlage geplant

Auch die geplante Boule-Anlage werde die Attraktivität des Hauses der Begegnung weiter steigern. Das neue „Wintercafé“ der Landfrauen habe sich schon jetzt als sehr beliebte Einrichtung auch für auswärtige Gäste erwiesen. „Das sind alles kleine Mosaiksteinchen“, sagte Jürgen Nenneker.

Fördermittel für die Umgestaltung des Geländes (vermutlich in Höhe von 50 Prozent der veranschlagten Kosten) sind bei der Bezirksregierung bereits beantragt, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Danach wäre dann noch einmal der Rat der Stadt Preußisch Oldendorf gefragt.

„Ohne die Bürger läuft nichts!“

Wenigstens die schadhafte Zuwegung zum Haus der Begegnung von der Eggetaler Straße her will die Dorfgemeinschaft aber schon bald in Eigenleistung sanieren. „Die Stadt hat uns die Pflastersteine dafür bereits zur Verfügung gestellt“, berichtete Horst Kirchhoff, Vorsitzender von „Wir im Eggetal“. „Jetzt können wir loslegen.“

Kirchhoff berichtete außerdem über die Teilnahme des Vorstands am „Kongress Ländlicher Raum 4.0“ in Preußisch Ströhen, einer „sehr gut organisierten Veranstaltung mit einem sehr interessanten Vortrag von Zukunftsforscher Matthias Horx, der ganz klar gesagt hat: ‚Ohne die Bürger läuft nichts.‘“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, Cornelia Müller